Herzlich Willkommen

auf der Webseite von

Minervas Hexenhof.

 

Unsere aktuellen Öffnungszeiten:  ab 1.10

Mittwoch bis Sonntag: 11.00 bis 17.00 Uhr

(Montags und Dienstags geschlossen)

 

Betriebsferien vom 30.10 - 14.11.2017

Der Hexenhof

 

Land und Umgebung

 

Tossens

Die Halbinsel Butjadingen mit dem Nordseebad Tossens, am westlichsten Rand und die Wesermarsch mit ihrer langen Küstenlinie von 152 Kilometer wird auch "das Land der drei Wasser“ genannt. Dort gehen weite Moore in das grüne Marschland über. Im nahen Tossens, ist man vom Hexenhof aus, mit dem Auto in gut 4 Minuten. Dort gibt es eine Bank, Post, Supermarkt, Bäcker, ein Spaßbad, Minigolf, Kaffees und mehr. Außerdem starten am Friesenstrand auch die Wattwanderungen und viele weitere Events. Natürlich gib es auch einen Fahrradverleih direkt neben dem dortigen CenterParcs.

 

Wer mehr Geschäfte sucht, ist im rund 6 km entfernten Burhave richtig und auf dem Weg dorthin kommt man am verträumten Fischerort Fedderwardersiel vorbei. Ein Ausflug mit dem Rad am Deich entlang ist empfehlenswert. Das Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel ist auch ein Regionalmuseum. Dort können Besucher neben Informationen über das grandiose Naturphänomen Wattenmeer eine Dauerausstellung zu Natur, Fischerei, Deichbau, Entwässerung und der Siedlungsgeschichte Butjadingens besuchen.

 

Unweit kann man in Richtung Westen einen 3 Kilometer langen Salzwiesenpfad erkunden oder eine größere Runde um den Langwarder Groden drehen. Der Groden ist einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung im Butjadinger Land.

 

Natur und Landschaft

In Butjadingen finden sich fast überall Schafe, das dünn besiedelte Land hat mehr Schafe als Einwohner. Diese sehr flache und weitläufige Halbinsel zwischen Jadebusen und Wesermündung umfasst etwas mehr als 129 Quadratkilometer mit gerade einmal 6.500 Einwohnern, die entweder kleinen Dörfern, oder auf den weitläufig verstreuten Höfen leben. Die höchste "Erhebung" ragt nur 2 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Der Name "Butjadingen" stammt aus einer Zeit, als die Halbinsel vom Festland abgeschnitten, also eine Insel war. Buten = außen, was so viel heißt wie ;“jenseits der Jade“.

 

Der größte Teil des heutigen Jadebusens war ursprünglich Hochmoor. Wie der Dollart oder das Ijsselmeer gehört der Jadebusen zu den Buchten, die im Mittelalter immer wieder durch Sturmfluten einbrachen. Durch viele dieser Sturmfluten wurde Butjadingen teilweise zur Insel. Heute ist der gesamte Raum eingedeicht. Auf dieser grünen Halbinsel, inmitten des deutschen Wattenmeers, können wir ein nie gekanntes Gefühl der Ruhe und Weite erfahren. Eingebettet zwischen Jadebusen, Nordsee und Weser liegt unser neues Zuhause. Vom Wasser umarmt und von der Sonne verwöhnt. Die Elemente prägten die Menschen wie die Landschaft und das Leben dort.

 

Butjadingen grenzt im Südwesten an den Jadebusen, im Westen und Nordwesten an die Innenjade, sowie im Osten und im Nordosten an die Weser und deren Mündung. Die Halbinsel besteht aus Marschland und ist dünn besiedelt, sie ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

 

Denn der größte Teil des Jadebusens gehört zur Zone I (Ruhezone). Alle Handlungen, die den Charakter des Natur Raumes verändern, sind hier verboten, vor allem diejenigen, die das Landschaftsbild oder den Naturgenuss beeinträchtigen. Butjadingen ist als Nahrungs-, Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für Vögel von überragender Bedeutung, weil sie dort weitgehend ungestört sind.

 

Geschichtliches

Um Christi Geburt gründeten sächsische Chauken auf erhöhten Uferwällen an der Butjadinger Nordseeküste Flachsiedlungen. Die satten Weidegründe der Salzwiesen und der Fischreichtum der Nordseeküste sowie der Seehandel ließen sie sesshaft werden. Doch schon bald mussten sie ihre Wohnstätten erhöhen, um sich gegen die immer höher auflaufenden Fluten der Nordsee zu schützen. So wuchs innerhalb von 150 Jahren aus einer großen Anzahl von sogenannten Hauswurten, künstliche Erhebungen, auf denen die Häuser errichtet wurden, die Dorfwurt von Sillens als eine der größten Dorfwurten in Butjadingen. Da sie auf eine Höhe von 4,30 m über NN gebracht wurde, bedeutete dies einen Bodenauftrag von 3,90 m über dem gewachsenen Boden.

 

Das Erdreich für die Erhöhung der Wurt entnahmen sie der näheren Umgebung oder sie verwendeten hierfür den Stallmist. Trotz dieser immensen geleisteten Arbeit verließen die Chauken Sillens und die anderen Wurten. und siedelten sich auf dem inzwischen neu entstandenen, weiter draußen gelegenen Ufer Wall der Nordseeküste neu an. Dort errichteten sie in gleicher Fleißarbeit im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. die äußere Butjadinger Wurten Kette. Es entstanden die Orte Seeverns, Tossens, Ruhwarden und Langwarden.

 

Der Grund für diese Umsiedlung ist nicht bekannt. Es ist aber zu vermuten, dass die Versumpfung des Kulturlandes hinter der äußeren Wurten Kette und der bessere Zugang zur See hierfür die Gründe waren. Um das Jahr 500 n. Chr. verließen die Chauken, erfasst von der allgemeinen Unruhe der Völkerwanderung und sicherlich auch ermüdet vom ständigen Kampf gegen die immer höher auflaufenden Fluten der Nordsee das Butjadinger Land. Sie zogen mit anderen sächsischen Stämmen nach Großbritannien.

 

Um das Jahr 600 n. Chr. nahmen die in Richtung Osten wandernden Friesen von den Niederlanden aus die Nordseeküste bis hinauf nach Nordfriesland in Besitz. Sie brachten auch eine neue Methode zum Schutz gegen die Fluten der Nordsee mit: den Deichbau. Dabei ging es zunächst nicht um den Bau von durchgehenden Seedeichen, vielmehr entstanden kleinere regionale Deichsysteme.

 

Nach den großen mittelalterlichen Sturmfluten gönnte die Nordsee den Küstenbewohnern eine längere Periode der Ruhe, in der die Butjadinger Friesen es mehr und mehr verstanden, ihren Nutzen aus der neu entstandenen Insellage zu ziehen. Die wieder hergestellten Seedeiche sicherten der Landwirtschaft gute Erträge – auf den Marschenwiesen wuchsen Viehbestände heran, die gleichermaßen den Neid der Nachbarn erweckten und den Stolz der Besitzer wachsen ließen. Der Zugang zur See ermöglichte umfangreichen Handel mit tierischen und handwerklichen Produkten – friesische Tuche waren in ganz Europa begehrt.

 

Dem Stolz und der Freiheit der Butjadinger Friesen bereitete schließlich eine große Heerschar unter Führung des Oldenburger Grafen in den Schlachten bei Hartwarden und Langwarden im Jahr 1514 ein Ende.

 

Der friesische Freiheitsruf „Eala Frya Fresena“ – Heil Dir freier Friese – war in Butjadingen für alle Zeiten verstummt. Eine wechselvolle Geschichte brachte Butjadingen unter oldenburgische, braunschweigische, dänische, französische, die östlichen Gebiete für einige Monate sogar unter russische Herrschaft, bis schließlich – wieder oldenburgisch – der Freistaat Oldenburg 1945 dem Land Niedersachsen eingegliedert wurde.

 

Quelle: Touristikgemeinschaft Wesermarsch